Rudolf Steiner Schule Basel

Bildungseinrichtung  |  Bauprojekt Verdichtung und Erweiterung  |  Submission abgeschlossen, Baubewilligung eingetroffen  |  seit 2014

 

Sinnvolle Umwege

Die älteste Steinerschule der Schweiz – kürzlich wurde sie 100 – bleibt in Bewegung. Sie braucht neue Räume: für eine Mensa, eine zusätzliche Turnhalle, Werkstätten und den naturwissenschaftlichen Unterricht. Wie lässt sich der charakterstarke Betonbau aus den 1960er-Jahren angemessen erweitern, ohne ihn dadurch in Bedrängnis zu bringen? Von der ersten Skizze bis zur Baureife haben wir die Bauherrschaft über acht Jahre begleitet. Der Weg führte vom Wunsch einer zentralen, rückwärtig in den Hang gebauten Mensa, die geologisch und ökonomisch nicht realisierbar war, zu einem fünfgeschossigen Anbau, der wenig Fläche verbraucht. Von einem orthogonalen Holzbau brachte er uns zu einem Betonbau in der Tradition des organischen Bauens: In der Rhythmisierung der Fassade zeigt er Verwandtschaft zum bestehenden Bau und erweist diesem Respekt. Die freiere Formung macht ihn weicher und verbindet ihn mit der Landschaft. Die Stützen-Decken-Konstruktion ermöglicht wandelbare Räume und damit soziale Nachhaltigkeit. Denn bestimmt wird sich der Raumbedarf der Schule in der Zukunft wieder ändern! Besonders glücklich machen uns drei Dinge: die erteilte Baubewilligung, die Einhaltung des Kostendachs von 20.8 Mio. Franken und die Aussicht, dass der Schulbetrieb während der Bauzeit kaum tangiert werden wird.